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wygnancy10 Vom 8. bis zum 24. April steht auf dem frisch renovierten Mały Rynek (dem kleinen Marktplatz) eine Informations- und Bilderausstellung zum Thema Vertreibung (Wygnańcy). Während des 2. Weltkrieges und in den Jahren danach einen großangelegte Umsiedlungsaktionen, zuerst seitens der Nazis, später bedingt durch die Vertreibung der Polen aus dem bis 1945 ostpolnischen Gebieten, die sich die Sowjetunion dauerhaft einverleibt hat. Das Staatsgebiet verlagerte sich zwangweise nach Westen. Bekanntermaßen wurden das ehemals deutsche Schlesien, Pommern und das südliche Ostpreußen polnisch. In den deutschen Schulatlanten stand noch etliche Jahre „unter polnischer Verwaltung“, dabei war längst klar, das dies zementierter Teil der 2-Blöcke-Situation der modernen Welt war. Selbst über 60 Jahre nachdem diese Realität geschaffen wurde, jammern die deutschen Heimatvertriebenenverbänden noch immer, wenngleich endlich auch ein wenig leiser.

Zwangs-Völkerwanderung

Natürlich können einem die Menschen leid tun, die ihre Heimat damals fluchtartig verlassen mussten und nur das Nötigste schultern konnten. Die wirtschaftliche Not wurde ihnen in der jungen Bundesrepublik allerdings schnell gelindert. Und heutzutage, bereits viele Jahre nach dem Fall der Mauer, hat jeder, der selbst Flüchtling war und noch immer lebt, kaum Probleme, zurückzukehren oder Besuche abzustatten. Den Jüngeren in den Verbänden, die bis zur Öffnung der Grenzen die Heimat ihrer Ahnen nie gesehen hatten, sollten das Gezeter lieber unterlassen, denn der Verdacht es handelt sich nur um den Frust über nicht antretbares Erbe, liegt doch allzudeutlich in der Luft. Angesichts der Existenz einer Europäischen Union sollte die nationale Kleinstaaterei doch immer mehr als Relikt des 20. Jahrhunderts begriffen werden.

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Da die Ausstellung hier in Polen stattfindet, werden dabei selbstverständlich hauptsächlich die Zwangswanderungbewegungen der Polen betrachtet. Die Menschen, die wie gesagt, aus den bis heute west-ukrainischen und west-weißrussischen Gebieten geworfen wurden, fanden vorrangig eine neue Heimat in den neuen polnischen Staatsgebieten Schlesien und Pommern und dem südlichen Ostpreußen und trafen dort auch auf die wenigen Deutschen, die noch da waren und vor allem in Oberschlesien auch auf viele Landsleute. Das Land war beileibe nicht leer. Im 21. Jahrhundert sind die Wunden des schrecklichen Weltkrieges nun schon aus Zeitgründen verheilt. Direkt Betroffene werden sich kaum noch finden lassen. Dennoch bzw. gerade deswegen sollte die Geschichte nicht in der Bevölkerung wach gehalten werden, ohne diese pauschalen Schuldzuweisungen. Obwohl … eine pauschale Schuldzuweisung lässt sich vornehmen: Wie immer wurden und werden die Schachspiele der Regierenden auf dem Rücken der einfachen Menschen, egal welcher Nation, ausgetragen.

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Die Autolawinen wälzen sich unaufhörlich in allen Himmelsrichtungen quer durch die Stadt. Die Einwohner arbeiten im Zentrum oder an der einen Ecke von Krakau und wohnen in der Regel außerhalb. Das verstopft im Zentrum auch die Straßenbahnlinien, so dass die Trams dort ebenso im Stau herumstehen. 

Sowohl für Touristen als auch Einheimische ist daher die Lösung Fahrad die geschickteste, wenn die zurückzulegenden Entfernungen nicht allzuweit sind. Radwege sind zwar noch Mangelware, entstehen aber mittlerweile nach und nach. Leider hat sich das Stadtvolk an diese ökologische Verkehrsneuerung noch nicht so recht gewöhnt und latscht munter auf den gut sichtbar abmarkierten Radtrassen herum, die meist auf dem Gehsteig verlaufen. Das tun die Menschen in Deutschland auch - viele Leute sind eben leider ignorante „Hans-guck-in-die-Luft“-Typen. In Krakau kommt allerdings zur Zeit noch hinzu, dass die Autos wild auf den Radwegen parken, weil sie (noch) keiner zur finanziellen Ordnung ruft. Aber auch das wird sich ändern – Geduld hilft da weiter.

Immerhin sieht man von Jahr zu Jahr mehr Räder herumgondeln, was man von einer Studentenstadt eigentlich auch erwarten sollte. Die Gefahr, dass das eigene Rad geklaut wird, sinkt, wenn man seines in einem größeren Pulk von Drahteseln abschließt. Massive bzw. stabile Radständer gehören gottseidank auch immer mehr zum Stadtbild.

Entweder gleich kaufen …

Fahradgeschäfte gibt es auch im Zentrum zur Genüge, wo man Reparaturen durchführen lassen kann, oder auch Qualitätsräder zu nicht so günstigen Preisen bekommt. Wer es etwas billiger haben will, kann in den Hypermärkten weiter außen sehr billige Räder ertstehen. Ab 200 Zloty kann man da schon etwas bekommen. Das hält natürlich dann auch nicht so lange, wie man sich denken kann. Aber wenn man das auf Jahreskosten umrechnet, klingt das dennoch immer noch sehr billig. Wenn ein 300-Zloty-Rad 2 Jahre durchhält sind das etwa 35 Euro pro Jahr.

… oder erstmal was mieten

Kurzurlauber können auch Räder mieten. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. So ist zum Beispiel in der Ul. św. Anny 4 (gleich um die Ecke vom „Rynek“ (Hauptmarkt) eine Radvermietung, wo man ein Rad für eine Stunde für 5 Zloty und für einen Tag für 35 Zloty haben kann. In Bahnhofsnähe an der Planty gibt es noch ein solches Geschäft im Zentrum. Einen telefonischen Lieferservice für Mieträder gibt es obendrein bei Rent-a-Bike (kann auch per Chat geordert werden).  

Außerdem hat sich mit „BikeOne.pl“ etwas Neues entwickelt, was allerdings eher etwas für Einheimische ist: An einigen Stellen in der Stadt stehen Räder zur Verfügung, die man nutzen kann und wieder an einem dieser Punkte abliefern muss. Hierfür ist selbstverständlich eine Kaution (120 Zloty) erforderlich, die man einzahlen muss und dafür dann eine eigene Nummer als Abonnent bekommt. Die gibt man dann an den Automaten vor Ort ein und holt sich das Rad. Genauere Instruktionen und Tarife gibt es auf der Webseite (s.u.). Es gibt nun schon 13 Standpunkte in der Stadt (3 neue kommen bald hinzu).

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Hier noch Links und Daten zu den wichtigsten Stationen für Radnutzer:

Bike Rental (Radvermietung)
Ul. św. Anny 4 – 31-008 Kraków – Tel. (+48 501) 745 986
http://www.bike-rental.pl
1 Stunde: 5 zł
1 Tag: 35 zł (Kinder + Studenten: 30 zł )
? zł Kaution

Rent a Bike (Radvermietung – telefonisch)
Tel. (+48 888) 029 792
www.rentabike.pl
5 Stunden: 30 zł
1 Tag: 55 zł (jeder weitere Tag: 45 zł )
100 Euro(!) Kaution pro Rad

Dwa Koła (Radvermietung und Service)
Ul. Józefa 5  – 31-056 Kraków - Tel. (+48 12) 421 57 85
dwakola.internetdsl.pl
3 Stunden: 15 zł
5 Stunden: 20 zł
1 Tag: 30 zł (Kinder + Studenten: 25 zł )
200 zł Kaution pro Rad

Cyklomaster (Radvermietung + Service)
Ul. Gałczyńskiego 10  – 31-581 Kraków  – Tel. (+48 12) 647-92-33 oder (+58 602) 318 510
cyklomaster.fm.interia.pl
1 Stunde: 7 zł
2-3 Stunden: 12-18 zł
4-5 Stunden: 20-25 zł
200 zł Kaution pro Rad

Art-Bike (Radvermietung + Service)
Ul. Starowiślna 33a/12  – 31-038 Kraków  – Tel. (+48 12) 422 04 25
http://www.art-bike.pl/viewpage.php?page_id=11
1 Stunde: 5 bis 8 zł (je nach Qualität)
1 Tag: 30 bis 50 zł
2-3 Tag: 50-75 zł
4-7 Tage: 80-140 zł

Rental-Bike (Radvermietung)
Ul. Sw. Marke 34  – 31-024 Kraków  – Tel. (+48 12) 421 40 45
1 Stunde: 8 zł
2 Stunden: 15 zł (ab dann pro Stunde in 5 zł-Schritten)
1 Tag: 55  zł  (9.00-21.00 Uhr)
1 Tag: 60  zł  (24 Stunden)

Rental-Bike 
(Rad-Abo)
BikeOne.pl
aktuelle Standpunkte in der Stadt

Unbestritten ist die religiöse und auch politische Bedeutung, die Karol Józef Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., nicht nur für die zu 98% katholischen Polen, sondern auch insbesondere für die Krakauer hatte, da er ja lange in dieser Stadt lebte und arbeitete.

Mutiger Student

Am 18. Mai 1920 wurde er in Wadowice, einer Kleinstadt nahe Krakau geboren. 1938 zog er nach Krakau und begann dort das Studium der Philosophie und der polnischen Literatur an der Jagiellonen-Universität. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges führte er seine Studien in der Untergrunduniversität fort, wurde aber zur Zwangsarbeit bis August 1944 verpflichtet. Im Oktober 1942 trat er ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein. Bis zum Kriegsende fand er Zuflucht in der Residenz des Erzbischofs Adam Stefan Sapieha.

1946 empfing Wojtyła heimlich die Priesterweihe vom inzwischen zum Kardinal erhobenen Adam Stefan Sapieha und promovierte in den folgenden zwei Jahren auf dessen Anweisung in Rom. 1947 erwarb er das Lizenziat der Theologie und 1948 das Doktorat der Philosophie. Er wirkte als Kaplan in Niegowic bei Gdów und später in der Krakauer Studentenkirche Sankt Florian. Wojtyła promovierte Ende 1949 auch in Theologie. Ab 1953 lehrte er als Professor für Moraltheologie in Krakau und bekam 1954 einen Lehrauftrag für Philosophie und Sozialethik an der Katholischen Universität von Lublin, wo er 1955  habilitierte.

Engagierter Bischof

1958 wurde er Weihbischof von Krakau und 1964 Erzbischof. Sein Episkopat in Krakau war vor allem durch eine sanfte Konfrontation mit dem kommunistischen Regime Polens geprägt. Sein Beharren auf dem Bau einer Kirche in Nowa Huta und seine Predigten, in denen er oft die freie Ausübung der Religion für alle Polen forderte, zeigten ihn als unerschrockenen Antikommunisten. Und auch die Versöhnung des deutschen und des polnische nVolkes waren ihm ein grosses Anliegen. Hierzu zelebrierte er mit dem deutschen Kardinal Döpfner 1974 eine Versöhnungsmesse im Karmelitinnenkloster Heilig Blut innerhalb des ehemaligen KZ Dachau.

Politischer Papst

1978 wurde er als Papst Johannes Paul II., der erste nicht-italienische Pontifex seit Hadrian VI. (*1459). Man schriebt ihm einen hohen Einfluss auf der Demokratisierung seines Heimatlandes Polen zu. Seine Meinung basaß dort hohes moralisches Gewicht. Entsprechend stärkte er mit seiner offenen Parteinahme für die antikommunistische Gewerkschaft Solidarność die Opposition. Seine erste Polenreise 1979 geriet faktisch zu einer politischen Kundgebung. 1981 empfing Johannes Paul II. eine von Lech Wałęsa angeführte Delegation der Solidarność im Vatikan zu einer Audienz. 1983, auf der zweite Reise in sein Heimatland, zur Zeit des polnischen Kriegsrechts, forderte er von der Staatsspitze ein rasche Umsetzung der Sozialreformen und traf auch Lech Wałęsa, obwohl dieser unter Hausarrest stand und die Solidarność verboten war. Bei der dritten Polenreise 1987 verlangte er die Einhaltung der Menschenrechte und kritisierte in einer Rede das Verbot der Solidarność. Durch die Beziehungen Johannes Paul II. munkelt man, sollen Unterstützungsgelder der CIA über den Vatikan an die Solidarność geflossen sein. Michael Gorbatschow schreibt in seinen Memoiren, die Geschehnisse in Osteuropa wären ohne Johannes Paul II. nicht möglich gewesen.

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Zur Zeit ist im Innenhof der Kuria Metropolitana (dem Bischofspalast) in der ul. Franciszkańska eine Ausstellung über Leben und Wirken des Papstes und Quasi-Sohnes der Stadt zu sehen.

Der Wawel

Der Wawel ist der frühere Sitz der polnischen Könige, in einer Zeit, in der Krakau noch die Hauptstadt von Polen war. Die Anlage liegt südlich der Altstadt auf einem Hügel, um den die Wisła (Weichsel) einen schwungvollen Bogen zieht. Zusammen mit der Altstadt ist die Burg zum Weltkulturerbe der UNESCO zu zählen.

Auf der am Flussufer gelegenen Seites des Wawel führt eine Karsthöhle von den Mauern oben auf dem Hügel bis zu dessen Fuß. Ihre spezielle Form erinnerte die damaligen Leute an eine »Drachenhöhle«. Und so entstand die Legende, dass hier einstmal auch ein solcher Drache gelebt hat. Zumindest so lange, bis ein Ritter namens Krak etwa im 7. Jahrhundert das Ungeheuer tötete. Daraufhin wurde die Stadt gegründet. Unschwer zu erraten, woher der Namen »Krakau« dann der Sage nach kommt. die südlichen Teile der Altstadt, die sich direkt nördlich des Wawel befinden, sind auch die ältesten Gebäude Krakaus.

Der »Drache« wurde zu einem Symbol der Stadt und ist in den Touristenständen als Souvenir in  verschiedensten Materialien zu haben. Zudem hat der bekannte Bildhauer Chromy eine bronzene Drachenstatue geschaffen, die an der Mauer aufgestellt wurde und die stündlich Feuer speit, zur Freude der Touristen.

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Die komplexe Bauweise des Wawel zeigt seine über 1000-jährigen Geschichte. Zu entdecken sind Zeugnisse aus allen Stilepochen wie der Romanik, der Gotik, der Renaissance und des Barock. 
Die wichtigsten erhaltenen Bauwerke sind das Königsschloss, die Kathedrale, Türme und Basteien (Gotik und Romanik, vier Tore (Renaissance und Barock), Kasernen (19. Jh.) und die Maueranlagen.
Hinzukommen freigelegte Fundamente von Kirchen (Romanik und Gotik) und von Wirtschaftgebäuden (Renaissance).

Im 10. Jahrhundert wurden auf dem Wawel die vorromanische Marienrotunde und die so genannte Kirche B. erbaut. Sie sind die ältesten bekannten steinernen Bauten auf dem Hügel. 1000 wurde Krakau zum Bischofssitz und im Zuge dessen begann man mit der vorromanischen dreischiffigen König-Boleslaus-I-Kathedrale, von der nur noch das Fundament sichtbar ist, das sie 1080 einem Brand zum Opfer fiel. Daneben wurde Burganlage errichtet, die 1038 Kasimir I zur Königsresidenz machte (Der Beginn der Romaik in Polen). Hiervon sind nur noch Teile erhalten.

Ende des 11. Jahrhunderts wurde an der Stelle der ersten zerstörten, die zweite Wawelkathedrale geweiht. Ausserdem wurden die anderen zerstörten Kirchen und die Burg im romanischen Stil wiedererrichtet. Wladyslaw I. liess Anfang des 14. Jahrhunderts  die alte Kathedrale abtragen und mit dem Bau einer dritten Kathedrale im gotischen Stil beginnen. Dieses 1364 eingeweihte Gebäude steht bis heute. Auch wurden der Reihe nach die Burg, die Kirchen und viele Gebäude im gotischen Stil aus- oder umgebaut. In dieser Zeit enstanden auch die  sieben Basteien, die Jordanka-, Lubranka-, Sandomir-, Tęczyńska-, Adels-, Diebes- und Jungfrauenbastei.

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Nachdem das gotische Königsschloss Ende des 15. Jahrhunderts niederbrannte, wurde es ab 1507 im Stil der florentinischen Renaissance wiederaufgebaut. Zu dieser Zeit war der Wawel eines der prächtigsten Schlösser in Europa, die Residenz des größten Flächenstaates auf dem alten Kontinent und zugleich der Sitz der Jagiellonendynastie. 1533 wurde die Sigismundkapelle fertiggestellt, die als schönste Renaissancekapelle außerhalb Italiens gilt. 
Nach einem verheerenden Brand im Königsschloss verlegte König Sigismund Wasa 1596 die Residenz nach Warschau. Trotzdem wurde das Gebäude aufwändig im frühbarocken Stil wiederaufgebaut. Eine neue Befestigungsanlage mit Basteien im barockem Stil wurde um den Hügel gezogen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Wasakapelle erbaut.

Ab 1795 waren die Österreicher die Herrscher über Krakau und richteten auf dem Wawel eine Kaserne ein. Alle Gebäude zwischen Schloss und Westmauern (mehrere Renaissancehäuser und romanisch-gotische Kirchen) wurden abgerissen und dort ein Exerzierplatz geschaffen. Schlosssäle wurden zu Kasernenräumen umgestaltet und an der nördlichen Burgmauer drei Hospitäler gebaut.

1905 zogen die österreichischen Soldaten vom Wawel ab und es wurde damit begonnen, dessen Zustand zu bewahren. Am Nordeingang wurden das Wappentor und ein Tadeusz-Koścuiszko-Denkmal errichtet. Und von 1939 bis 1945 war das Schloss Regierungssitz der deutschen Besatzungsmacht im so genannten Generalgouvernement. Aus dieser Zeit ist eine Ehrenhofanlage im typischen Nazi-Prunkstil erhalten.

Welche Grossstadt hat nicht mit einer Taubenplage zu kämpfen? Venedig und seine Tauben auf dem Markusplatz sind sprichwörtlich. Wieder etwas, was Krakau mit der norditalienischen Stadt (neben der Architektur) gemeinsam hat. Dummerweise findet man in der Stadt keine vergleichbaren Schilder, wie in Nürnberg, die das Füttern der Tiere bei Geldstrafe untersagen. So tigern meist alte Leute durch den Ort und schütten säckeweise Körner und Brotkrümel in den Parks oder auf den Plätzen aus.

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Natürlich höre ich schon einige sagen: Die armen Tiere brauchen doch Futter – und damit haben sie schon recht. Aber dennoch vergrößert man mit dieser Unvernünftigkeit aus Mitleid das Problem nur noch. Man sollte stattdessen der Natur wieder die natürliche Regelung dieser Dinge überlassen. Auch wenn dieses Der-Stärkere-Gewinnt-Prinzip begreiflicherweise nicht unbedingt nach dem humanen Geschmack ist. Unter uns Menschen muss man es ja auch nicht anwenden. Aber die (freie) Tierwelt sollte sich selbst regeln.

Wenn nicht hin und wieder Restaurantbesitzer beim Taubenfangen unterwegs sind (und auch ab und zu dabei erwischt werden …) wären es sicher noch mehr. Auch wenn es wahrlich keine besonders gute Eindämmungsvariante ist, die »Luftratten« in die Kochtöpfe wandern zu lassen.

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