Im Vergleich zu anderen Großstädten ist Krakau angenehm grün. Gut verteilt im Stadtgebiet finden sich so einige größere und kleinere Parks und Anlagen, viele Straßen werden von Alleen gesäumt und der ehemalige Stadtmauerring „Planty“ umgrenzt als grüner Wall die Innenstadt. Und als wirklich groß ist nicht zuletzt die sogenannte Błonia-Wiese zu bezeichnen. Allein die 48 Hektar wären noch nichts Ungewöhnliches. Aber die abgezirkelte Dreiecksform und die Zentrumsnähe im Westen der Stadt ist das besondere an dieser Grünfläche.
Seit dem Jahr 2000 denkmalgeschützt, wurde sie 1162 erstmals erwähnt, als der Adelige Jaksa z Miechow Wiesen zwischen Zwiezyniec und Lobzow vor seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land den Norbertanerinnen vermacht hatte. Die tauschten die Błonia 1366 beim Stadtrat Krakaus gegen ein Gebäude in der Altstadt an der ul. Floriańska ein. Ab dann war sie städtisches Eigentum. König Kazimierz der Große sicherte die Unbebaubarkeit zu, so dass sie den Einwohnern zur Vieh- und Pferdehaltung dienen konnte.
Das spitze Eck der Wiese zeigt zur Stadtmitte hin. Sie endet dort direkt an der Halbringstraße Aleja am berühmten Hotel Cracovia. Einer baumreichen Seite entlang fährt eine Straßenbahnlinie und die anderen Seite markiert eine wichtige Ausfallstraße.






